Wussten Sie,...

 ...dass Musik klug macht?

Unsere Körperhälften sind mit den jeweils gegenüberliegenden Hirnhälften verknüpft.

Die rechte Gehirnhälfte ist für Kreativität, Gefühle, und Intuition zuständig; die linke steuert Sprache und Logik.

Um das ganze Potenzial zu nutzen, müssen beide Gehirnhälften aktiviert und verknüpft werden.

Im Schulunterricht wird vorwiegend die linke Hirnhälfte trainiert. Das Musizieren aber fördert beide Körperhälften gleich stark und führt so zur Verknüpfung der Gehirnhälften – zur Verbindung von Logik und Intuition. Damit wirkt sich das Musizieren positiv auf alle geistigen Fähigkeiten aus .

...dass Musizieren Schulerfolg und soziale Kompetenz fördert?

Mit einem Team von Wissenschaftlern beobachtete der Musikwissenschaftler, Psychologe und Erziehungswissenschaftler Dr. Hans Günther Bastian von 1992 bis 1998 die Entwicklung von 180 Kindern an Berliner Grundschulen, in denen Musik gefördert wird, und verglich sie mit Schülern, die Schulen ohne Musikbetonung besuchten. Ergebnis: Schüler, die Musik machen sind weniger aggressiv, toleranter, selbstbewusster, realitätsbezogener, emotional stabiler – und intelligenter!

Obwohl es bei der Einschulung keine IQ- Unterschiede gegeben hatte, brachte es die Hälfte der musizierenden Schüler nach 1,5 Jahren zu überdurchschnittlichen Ergebnissen, nach 4 Jahren zeigten sich deutlich bessere Noten in Geometrie, Deutsch, Englisch, Mathematik. Es stimmt also: Musik macht klug und sozial – wer Musik macht, prügelt nicht.

... dass Singen glücklich macht?

 Ein Versuch mit psychisch Kranken an der Münchner Universitätsklinik hat ergeben, dass Singen die Stimmungslage positiv beeinflusst. Bei den Patienten wurde eine signifikante Besserung ihres depressiven Zustandes durch das Singen nachgewiesen. Auch für psychisch Gesunde gilt: Singen hebt die Laune. Woher kommt das? Beim Singen wird eine Tiefenatmung aktiviert, die Hirn und Körper mit besonders viel Sauerstoff versorgt. Außerdem beginnt der gesamte Körper zu schwingen, was regelrechte Glücksgefühle auslösen kann. Diese körperlichen Erfahrungen gepaart mit schöner Musik machen den Menschen glücklich, und es kommt nicht auf Perfektion oder Talent an.

...Musikalische Früherziehung das ideale Sprech- und Lesetraining ist?

 Wenn ein Kind sprechen lernt, schaut es sich alles bei den Großen ab und ahmt diese nach. Nun sind Rhythmus und Melodie zwei wesentliche Voraussetzungen zum Spracherwerb. Von einer monotonen Roboterstimme würde ein Kind niemals das Sprechen lernen. Kinder, die schon sehr früh Kontakt mit Musik hatten, haben sich bei Untersuchungen überdurchschnittlich häufig als sehr frühe und gute Sprecher gezeigt, da sie gelernt hatten, genau hinzuhören und melodische wie rhythmische Sprachelemente problemlos umzusetzen.

Beim Lesenlernen fehlt es vielen Kindern an der Fähigkeit, Worte zu gliedern. Daher bleiben sie zu lange im Stadium des Analysierens stecken. Während andere schon Silben erkennen und zusammenfassen können, müssen diese Kinder noch mühsam Buchstabe für Buchstabe erlesen, ohne einen größeren Zusammenhang zu erkennen. Was wird in Förderprogrammen mit diesen Kindern gemacht? Es wird gesungen, gereimt, geklatscht und alles das nachgeholt, was andere schon als Kleinkinder in der musikalischen Früherziehung erleben durften.